zithini ezintsha? - Kapstadt, Afrika Blog
Archiv 11. Juni 2006

Robben Island

Heute sind wir in aller Herr-Gotts-Frühe zum Clocktower aufgebrochen, um ja das erste Boot nach Robben Island, der Gefängnisinsel, auf der Nelson Mandela gefangen gehalten wurde, zu kriegen. Leider ist das schon voll und wir müssen eine Stunde später fahren und den vollen Preis von 150 Rand (ca. 18 Euro) berappen. Die Bootsfahrt ist alles andere als entspannt, da der Skipper Vollgas gibt, was in Kombination mit dem Wellengang zu einer unfreiwilligen 45 minütigen Achterbahnfahrt für den Magen wird. Auf der Insel angekommen werden wir in einen Bus verfrachtet und an allen sehenswürdigen Orten auf der Insel vorbeigefahren. Begleitet wird dies von Kommentaren des wohl lustigsten Südafrikaners, den ich bisher getroffen wurde, der als Touristenführer arbeitet und einer der Ex-Häftlinge, die wegen Mitwirkung am Befreiungskampf Südafrikas eingesperrt wurden, ist. Danach geht es zu Fuss weiter mit einem anderen Führer, ebenfalls ein Ex-Häftling, der uns durch das Gefängniss führt. Hierbei sehen wir auch Nelson Mandelas Zelle. Da die Schilderungen aus erster Hand kommen, kann man sich sehr gut ein Bild davon machen, wie es gewesen sein muss, zur Zeit der Apartheid im Gefängnis für politische Gegner der damaligen Regierung. Nach der Führung durchs Gefängnis haben wir noch etwas Zeit, die Insel zu erkunden und treffen, wie es der Zufall will, auf unsere Freunde die afrikanischen Pinguine. Dann gehts zurück aufs Festland, wo wir von zwei Robben in Emfang genommen werden, die gerade ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen, dem sich Kratzen.

clocktower

 

boot

 

kirche nummer eins

 

kirche nummer zwei

 

gruppenzelle

 

Nelson Mandelas Gefaengniszelle

 

Pinguine

 

Kratz Dich, Robbe!

Archiv 11. Juni 2006